Rückblick

Schauen Sie sich hier das sechsminütige Video an und hören Sie, was Ihre Kollegen zu der Strategiewerkstatt sagen:

https://youtu.be/AbPdzHkp6kg

Erfahrungsbericht Strategiewerkstatt und Transfer in die Praxis

„Ich mach doch nicht meine Kollegen schlau“ oder „Gemeinsam sind wir stark“. Sie haben die Wahl, sich als Unternehmer alleine durchzuboxen oder mit anderen weiter zu entwickeln. Es ist daher schon eine Mentalitätsfrage, sich auf eine Strategiewerkstatt mit Kollegen einzulassen.

Unternehmerische Offenheit ermöglicht es Ihnen, neue Möglichkeiten zur Führung des Büros kennen und anwenden zu lernen. Um Ihrem Büro eine tragfähige Perspektive zu geben, gilt es, Strategien der Vergangenheit zu prüfen, Bewährtes zu stärken, Potenziale zu fördern. Im moderierten und vertraulichen Kreis mit anderen Planern finden Sie nützliche Antworten und inspirierende Impulse für Ihr Unternehmen.

Mit Methode reflektieren – Bausteine zur Entwicklung kennen und anwenden
„Den Nerv unserer Strukturprobleme getroffen, den Heilungsprozess wirkungsvoll eingeleitet“, so das bildhafte Resümee von Walter Hess über die dreitägige Klausur in Köln. „Behutsam, klar und zielsicher zu Lösungen geführt und Handlungsanweisungen für den Alltag erhalten“, ergänzt Jürgen Volk. Beide führen als Inhaber seit etwa zwanzig Jahren das Büro HESS VOLK Architekten in Herbolzheim. In den nächsten zehn Jahren wollen Sie dieses so aufstellen, dass sie es als lukratives Invest weitergeben können. Ein potenzieller Nachfolger steht parat und wird mit daran arbeiten. Lukrativ bezieht sich dabei jedoch nicht nur auf die finanziellen Belange. Lukrativ meint auch attraktive Arbeitsbedingungen und eine effektive Organisation – schon heute und für die Zukunft. Jürgen Volk: „Drei Tage, die wir nicht in Projekten arbeiten. Eine scheinbar teure, aber doch sehr lohnende Auszeit zum Nachdenken.“

Unternehmensentwicklung braucht in der Tat Zeit, dazu fundierte Weitsicht und einen gut getakteten Handlungsplan. Die Metapher von Walter Hess illustriert daher sehr treffend den methodischen Ablauf des Workshops: Innehalten - genau hingucken – Erfahrungen austauschen – Know-how erweitern – sich neu ausrichten – Erkenntnisse praxisgerecht umsetzen. Konkret wurden dazu an Tag 01 sechs Bausteine diskutiert: 1. Organisation und Verantwortlichkeiten, 2. Regelprozesse und Qualitätssicherung, 3. Interne Kommunikation, 4. Positionen und Arbeitsbeziehungen, 5. Karrieren und Personalentwicklung, 6. Selbstbild und Handlungsspielräume der Büroführung

Zur praxisnahen Vertiefung folgte am Abend ein Tischgespräch mit Axel Koschany, Geschäftsführer von Koschany + Zimmer Architekten KZA in Essen. Er berichtete von seinen Erfahrungen bei der Neuausrichtung und Umstrukturierung des traditionsreichen Büros. Eine wertvolle Ergänzung aus Betroffenensicht. g„Die Möglichkeit, Einsicht in die Interna eines Büros zu bekommen war sehr besonders und inspirierend“, Henning Bökamp, Bökamp Architekten, Löhne.

Kraftfeldanalyse – Arbeitssystem – Veränderungspotenzial
Am Tag02 ging es dann ans „Eingemachte“. Mittels einer Kraftfeldanalyse hat jeder Teilnehmer das büroeigene Arbeitssystem erforscht und sichtbar gemacht. Jenseits des offiziellen Organigramms wurden aus ganz persönlicher Sicht die Positionen von Mitarbeitern und Kunden sowie die jeweiligen Qualitäten der Arbeitsbeziehungen (fördernd/ hemmend) zu Papier gebracht – mit sich selbst im Mittelpunkt. Die Ergebnisse der Funktionsgrafik wurden in der Gruppe und mit den beiden Coachs des Tages erörtert.

Individueller Handlungsplan – Erkenntnisse in einen praktikablen Plan umsetzen
Einmal drüber schlafen und dann ins Tun kommen. An Tag 03 formulierte jeder Teilnehmer seinen Handlungsplan – die beiden Inhaber von HESS-VOLK jeweils für sich. Unterschiedlichkeiten und Schnittmengen wurden so gleich sichtbar und in Übereinstimmung gebracht. Und am Ende präsentierten alle ihre Handlungspläne, unterstützt durch Feedback aus der Gruppe und vom Coach. „Ich habe einen Riesen-Werkzeugkoffer mitbekommen, um vom gehetzten Hamster zum Unternehmer zu werden“, resümiert Oliver Kottmeier, Inhaber vom Team Kaufmann in Hannover. „Wichtig ist dabei, meine Engpässe richtig zu benennen, Methoden kennenzulernen, diese wirksam zu reduzieren und so Platz für meine eigentlichen, die unternehmerischen Aufgaben zu gewinnen“, ergänzte Ulrich Wiemeler, gantert + wiemeler ingenieurplanung, Münster.

Transfer geglückt – neues Wissen selbstständig und erfolgreich anwenden
Wie es danach in der Praxis gehen kann, berichten Walter Hess und Jürgen Volk im Januar 2017: „Zur Vorbereitung unserer jährlichen Team-Klausur im Herbst haben wir mit jedem Mitarbeiter eine Kraftfeldanalyse durchgeführt. Mit einem zusätzlichen Fragebogen wurden diese dann ausgewertet. Wo stehst Du? Was brauchst Du? Was macht ein gutes Team aus? Was können wir besser machen?“. Aus der Diskussion der Antworten sind noch während der Klausur mehrere Arbeitsgruppen entstanden, eine zum Büromanagement, eine zu Regelprozessen, eine zu CAD und BIM. In 2017 werden diese regelmäßig tagen, die Ergebnisse fließen direkt in das Qualitätsmanagement Planer am Bau. „Durch die Zertifizierung schon vor Jahren sind wir an systematisches Arbeiten und an Regeln gewöhnt. Neue Methoden, wie die Kraftfeldanalyse und die Engpassanalyse aus der Strategiewerkstatt, werden bei uns schnell akzeptiert und zu wirksamen Instrumenten“ erklären die beiden Chefs die erfolgreichen Entwicklungen im Büro.

Impressionen der zweiten Strategiewerkstatt „Unternehmen Planungsbüro“ 2016